Als Folge der Krise im US-Hypothekenmarkt überarbeiten jetzt viele amerikanische Banken die Vorraussetzungen für die Kreditvergabe. Knapp ein Drittel der amerikanischen Geldhäuser legen jetzt strengere Maßstäbe bei der Vergabe von Immobilienkrediten für Schuldner mit niedriger Bonität an.
Einem Bericht der Financial Times Deutschland (FTD) zufolge sind jedoch auch Kunden ohne erkennbares Bonitätsrisiko von den strengeren Kriterien betroffen. Nach der aktuell veröffentlichten Juli-Umfrage der US-Notenbank Fed galten neben der Verschärfung im so genannten Subprime-Markt, wie das Geschäft mit potenziellem Bonitätsrisiko auf Schuldnerseite genannt wird, bei 14 Prozent der Banken auch strengere Kriterien bei erstklassigen Hypothekenkrediten.
Von insgesamt 49 großen Banken seien lediglich 16 im Subprime-Markt tätig. Davon haben neun in den letzten drei Monaten ihre Bedingungen für die Vergabe von Krediten verschärft. Zehn Prozent der Banken haben selbst bei Kreditnehmern ohne erkennbares Risiko ihre Bestimmungen für die Vergabe von Hypotheken strenger gefasst.
Die Zahl der Kreditnehmer die mit ihren Zahlungen seit mindestens 30 Tagen im Verzug seien, ist mit 15,5 Prozent auf einem Höchststand, berichtet die FTD weiter. Die Krise bei den Subprime-Hypotheken hat Auswirkungen auf die internationalen Aktienmärkte. Die Notenbanken in den USA, Europa und Japan drückten Milliardenwerte in den Geldmarkt, um mögliche Liquiditätsengpässe der Geschäftsbanken zu vermeiden.